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Davide Faraci bleibt ungeschlagener Meister im Halbschwergewicht

Der Badener Davide Faraci hat den italienischen Titel im Halbschwergewicht erfolgreich verteidigt. Damit stehen ihm die Türen offen, im Jahr 2020 um den europäischen Titel zu kämpfen.

Würenlingen, 4. Dezember 2019



Davide Faraci hat in seinem 14. Kampf als Profiboxer den 14. Sieg erzielt. Damit hat er die Hälfte aller Kämpfe vorzeitig gewonnen. Gleichzeitig hat der 28-jährigen Italo-Schweizer seine Stellung in den Top 30 der Weltrangliste bestätigt. Für das kommende Jahr steht so das Ziel fest: der Kampf um einen europäischen Titel.



Alles oder nichts

Die Titelverteidigung in Florenz galt als Wegscheide: Kann der mit vielen Auszeichnungen geehrte Schweizer Boxer im Halbschwergewicht seinen italienischen Titel verteidigen und sein Weg an die europäische Spitze weiter gehen? Oder endet er in der ausverkauften Halle vor mehr als 650 Boxfans? Die Antwort ist nach dem klaren Punktesieg eindeutig. Er ist für den Kampf um einen europäischen Titel bereit!


Auswärts in Richtung Europa

Der Sieg ist auch eine Bestätigung für die eingeschlagene Strategie – der Weg über Italien ins Lager der Berufsboxer hat sich für Faraci als richtig erwiesen. Nach der Enttäuschung über die verpasste Olympiaqualifikation für Rio 2016 hat der Weg den Dättwiler nach Rom geführt, wo er sich bessere Trainingsbedingungen erhofft hatten als in der Schweiz – diese Erwartungen haben sich mit der erfolgreichen Titelverteidigung erfüllt. In den Ring trat Faraci bestens eingestellt von seinem Coach Simone D’Allessandri. Und dank erstmaligem individuellem Training im Tessin war er auch körperlich topfit. Das zeigte Faraci von der ersten Runde an und liess nie einen Zweifel, dass er den Titel nicht erfolgreich verteidigen würde. Und obwohl sein Herausforderer Vigan Mustafa vor heimischem Publikum in Florenz kämpfen konnte, wählt er eine sehr defensive Taktik, setzte auf Klammern und hoffte auf den Lucky-Punch. Faraci liess sich davon nicht beirren, dominierte die Ringmitte und gewann die wichtigen Punkte. Das Urteil der Kampfrichter viel dann auch einstimmig aus: 3:0 für Faraci.



Angebote aus Amerika – oder doch Europa?

«Das war ein Arbeitssieg, » fasst Faraci den Kamp am Mikrofon im Ring zusammen. Aber einer, der sich gelohnt hat für den Schweizer Boxer. So trafen nach der erfolgreichen Titelverteidigung bereits Angebote aus Amerika und Deutschland ein. «Der Druck auf Davide war enorm,» fasst sein Manager Toni Barbera die Bedeutung des Kampfes zusammen: «Die erfolgreiche Titelverteidigung öffnet uns neue sportliche Perspektiven.»

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