• Seraina Frei

Schneller Knockout-Sieg (die Botschaft, 25. Juli 2018)


Der Zurzibieter Boxer Davide Faraci hat in Rom seinen zehnten Profikampf bestritten und durch einen weiteren Knockout-Sieg überzeugt – denschnellsten in seiner bisherigen Karriere.

KLEINDÖTTINGEN (sf) – Davide Faraci war einst der erfolgreichste Amateurboxer der Schweiz. Ende Dezember 2016 bestritt der Halbschwergewichtler in Bern sein Profidebüt und besiegte Kristof Mate durch Knockout. Seine Bilanz Lässt sich sehen – Sieg durch K.o. in sechs Kämpfen. Am Samstag war der Kampf besonders schnell vorbei – nach 1,23 Minuten blieb sein Gegner, der Ungare Gabor Detre, auf dem Boden liegen.

Vorbereitung entscheidend

Seit dem Wechsel zu den Profis im Jahr 2016 trainiert der einst beste Schweizer Amateur Faraci mit dem italienischen Trainer Simone D’Alessandri und kämpft derzeit mit italienischer Lizenz. Die Vorbereitungen haben schon vor einigen Wochen in der Schweiz begonnen, mit Konditions- und Krafttraining wurde der Körper in Form gebracht. Als er sich fit genug fühlte, ging es ins Trainingslager nach Rom – rund einen Monat vor dem Kampf.

Faraci hat sich in der italienischen Rangliste so weit nach oben ekämpft, dass er nun als Nächster um den italienischen Titel boxen darf. Das genaue Datum für den Kampf steht aber noch nicht fest. Doch der talentierte Boxer kann sich momentan nicht nur aufs Boxen konzentrieren – leider sind Sponsoren abgesprungen und es sei finanziell schwierig, über die Runden zu kommen.

«Es war ein tolles Gefühl, in der zweiten Heimat zu kämpfen. Vor allem, weil die Italiener für eine gute Stimmung sorgten. Aber in der Schweiz zu boxen ist und bleibt für mich ein Highlight, weil ich hier eben meine Wurzeln habe.» Die Familie des schweizerisch – italienischen Doppelbürgers stammt ursprünglich aus Sizilien, aufgewachsen ist er in Gippingen.

K.o. in 1,23 Minuten

Auch ausserhalb von Wettkampfzeiten sind ihm gesunde Ernährung, regelmässiges Training und Erholung wichtig. »Ich war bestens auf den Gegner eingestellt und hatte eine super Vorbereitung – darum war der Kampf nach 1,23 Minuten vorbei. Mit einem gut platzierten rechten Haken konnte ich bereits das sechste Mal den Ring früher verlassen als geplant.»

Eine mehr als akzeptable Bilanz – dem Zurzibieter Boxer blüht eine erfolgreiche Zukunft, das registrieren hoffentlich auch Sponsoren.


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