• Hannes Hurter - az Aargauer Zeitung

8. Sieg im 8. Profikampf: Faraci siegt mit technischem K.o.


Der Zurzibieter Boxer Davide Faraci hält seine Profibilanz weiter makellos. Er schlägt den Spanier Emmanuel Feuzeu beim internationalen Box-Meeting in Uster in der 3. Runde durch technischen K. o.

Ein «Quickie» am Samstagabend ist nicht jedermanns Sache. Davide Faraci machte beim internationalen Box-Meeting in Uster kurzen Prozess und besiegte den Spanier Emmanuel Feuzeu bereits in der 3. Runde durch technischen K. o. nach einer Minute. «Ich hätte gerne noch weitergekämpft und dem Publikum etwas mehr Spektakel geboten, aber ein Sieg ist natürlich immer schön», sagte Faraci nach der erfolgreichen Kurzarbeit im Halbschwergewicht. Damit verteidigt der 26-jährige Italo-Schweizer aus Kleindöttingen seine blütenweisse Weste, mit dem 8. Sieg im 8. Profi-Kampf befindet sich Faraci weiterhin auf ausgezeichnetem Weg an die europäische Spitze.

Davide Faraci hätte in der Landi-Halle eigentlich um den mediterranen Gürtel kämpfen sollen, um seinen ersten offiziellen Titel zu erreichen. Daraus wurde nichts: Sein Gegner musste aufgrund einer Verletzung absagen. Stattdessen organisierte der Aargauer Box-Manager Toni Barbera kurzfristig einen «normalen» Kampf, bei dem es um wichtige Weltranglistenpunkte ging. Für Faraci war es zum ersten Mal ein Fight über eine Maximaldistanz von zehn Runden, weshalb er auch entsprechend vorsichtig begann und seine Kräfte klug einteilen wollte.

Im Sommer will er in Rom kämpfen

Nach dem Abtasten in der ersten Runde begnügte sich Faraci in der 2. Runde mit ein paar wenigen Treffern. Der mehrfache Schweizer Meister, der als Amateurboxer bereits zweimal hauchdünn an einer Olympia-Teilnahme vorbeischrammte, ging in der 3. Runde dann aber in die Offensive: Bereits nach einer Minute drückte Faraci seinen spanischen Widersacher mit einer herrlichen Links-rechts-Kombination auf die Bretter. Aus und vorbei! Von den beiden Treffern erholte sich Feuzeu nicht innerhalb der geforderten zehn Sekunden, sodass Ringrichter Marcel Werder den Kampf abbrach und Faraci damit zum überraschend schnellen Sieger erklärte.

«Ich konnte die Erfahrung leider nicht machen, über zehn Runden zu boxen», sagte Davide Faraci, der beim Interview wenige Minuten nach seinem Einsatz beinahe den Anschein machte, als wäre er frisch geduscht. Den nächsten Kampf bestreitet Faraci am 26. Mai in Glattbrugg, im Sommer will er in Rom um den italienischen Meistertitel kämpfen. Es soll der erste grosse Meilenstein in seiner Karriere werden.


0 views